Baukostenindex-Rechner: Baukosten in ein anderes Jahr umrechnen
Mit dem Baukostenindex-Rechner übertragen Sie eine Projektsumme anhand der amtlichen Jahreswerte von Statistik Austria von einem Jahr in ein anderes. Projektsumme eingeben, Bausparte und zwei Jahre wählen – der Rechner zeigt sofort, welchem Betrag Ihre Baukosten im Vergleichsjahr entsprechen und um wie viel Prozent sich das Kostenumfeld seither verändert hat.
So lassen sich Baukosten mit dem Baukostenindex berechnen – etwa um eine ältere Kostenschätzung auf den aktuellen Stand zu bringen, ein Angebot einzuordnen oder eine Budgetreserve zu begründen. Die Berechnung beruht auf den Jahresdurchschnitten der vier amtlichen Sparten (Basis 2020 = 100). Hintergründe zum Index, den Unterschied zum Baupreisindex und die aktuelle Entwicklung finden Sie im Beitrag Baukostenindex im Industrie- und Gewerbebau.
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Baukostenindex (Gesamtbaukosten, Jahresdurchschnitte, Basis 2020 = 100; Werte 2025 vorläufig). 2026* = aktueller Stand Juli 2026 (vorläufig), aus der Indexreihe Basis 2025 verkettet.
Der Rechner überträgt Beträge entsprechend der amtlichen Indexentwicklung. Er ersetzt keine projektbezogene Kalkulation und bildet keine tatsächlichen Marktpreise ab.
Baukostenindex berechnen: So funktioniert die Umrechnung
Der Baukostenindex (BKI) erscheint monatlich bei Statistik Austria und zeigt, wie sich die Kosten der Bauunternehmen für Material, Löhne, Energie, Transport und Geräteeinsatz verändern. Er nennt keine Preise, sondern Verhältnisse: Der Durchschnitt des Basisjahres bildet die Marke 100, jeder spätere Indexstand zeigt die Abweichung davon in Prozent.
Wer Baukosten mit dem Baukostenindex berechnen will, braucht nur zwei Indexstände: Der Betrag aus dem Ausgangsjahr wird durch den Index dieses Jahres geteilt und mit dem Index des Vergleichsjahres multipliziert. Ein Beispiel aus dem Wohnhaus- und Siedlungsbau: 2021 lag der Jahresdurchschnitt bei 110,4 Punkten, im Juli 2026 bei 137,4 (Basis 2020 = 100). 1,5 Millionen Euro aus dem Jahr 2021 entsprechen damit heute rund 1,87 Millionen Euro, ein Plus von 24,5 Prozent. Genau diese Rechnung nimmt Ihnen der Baukostenindex-Rechner oben ab – für alle vier amtlichen Sparten und jedes Jahr seit 2020.
Der Index ordnet ein, er kalkuliert nicht: Was ein konkretes Bauvorhaben kostet, verrät er nicht. Für Industrie- und Gewerbebauten gibt es zudem keine eigene Sparte im Baukostenindex, die Nichtwohngebäude laufen beim Baupreisindex unter „sonstiger Hochbau“. Warum das so ist, worin sich die beiden Indizes unterscheiden und wie sich die Baukosten seit 2021 entwickelt haben, lesen Sie im Beitrag Baukostenindex (BKI) im Industrie- und Gewerbebau.
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